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"Tue Gutes und rede darüber!" Dieses Motto machen sich immer mehr Unternehmen zu eigen, die sich nicht nur für Bilanzen sondern auch für soziale oder kulturelle Projekte interessieren. Doch wie setzt man die finanziellen Mittel sinnvoll ein und erzielt dabei auch noch Öffentlichkeitswirkung? Und wie finden sich potentielle Sponsoren? Die richtigen Antworten kennen Harald Kühl und Felix Pfäfflin.
Im vergangenen Jahr haben sie ihre Firma "Die Regionauten", gegründet und sich im Technologiezentrum Konstanz niedergelassen. Die beiden sind Fachleute für Fundraising, Wirtschaftsentwicklung und Marketing und arbeiten vor allem an der Schnittstelle zwischen Wirtschafts- und Non-Profit-Unternehmen.
Felix Pfäfflin und Harald Kühl kennen sich seit ihrer Schulzeit in Herrenberg und haben beide in Konstanz Verwaltungswissenschaften studiert. Während sich Felix Pfäfflin in einer internationalen Unternehmensberatung vor allem auf Organisationsberatung spezialisiert hat, liegt Harald Kühls Schwerpunkt auf dem Marketing. In einer Agentur für Sozialmarketing hat er bereits viel Erfahrung mit Non-Profit-Organisationen gesammelt. Diese Kompetenz aus Organisationsberatung und PR sei das Besondere an ihrem Unternehmen, erklären die beiden, ebenso der besondere Blick auf das unmittelbare Handlungsumfeld: die Region. "Denn dort finden die Veränderungen statt", sagt Harald Kühl. Hier bringen sie Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Non-Profit-Bereich zusammen und zwar zum gegenseitigen Vorteil. "Ganz wichtig ist uns der Blick über den Tellerrand", so Pfäfflin.
Häufig beginnt ein Projekt klein und wird dann weiter ausgebaut. So erarbeiten die Regionauten zurzeit ein Konzept für die Caritas. Ausgangspunkt ihrer Idee ist die Künstlergruppe "Mittendrin". Aus deren Fundus wird eine Auswahl zusammengestellt und werden die Kunstwerke als Postkarten herausgebracht. Außerdem sollen mehrere kleinere Ausstellungen die Bilder zeigen. Schließlich ist eine Auktion geplant, bei der die Kunstwerke nicht nur gegen Geld, sondern beispielsweise auch gegen Zeit (für eigenes Engagement wie beispielsweise Kochen) oder technische Unterstützung erworben werden können. Ziel ist es, einen Kunstverleih aufzubauen, bei dem sich Unternehmen Bilder von "Mittendrin" ausleihen können. Für die Caritas bietet dieses Projekt Mehrwert auf verschiedenen Ebenen. Sie erhält Spenden, die Öffentlichkeit wird aufmerksam und es bilden sich wichtige Kontakte zu regionalen Unternehmen.
Die Regionauten arbeiten nicht nur für die Bodensee-Region - so haben sie beispielsweise auch schon für die Energie-Metropole Ruhr eine Stärke-Schwächen-Analyse erstellt. Ein weiteres Standbein sind Weiterbildung und Kongresse, wie etwa zum Thema Fundraising.
Das Ziel ihrer Arbeit sehen sie nicht darin, Verkaufszahlen zu steigern, sondern Arbeitsplätze zu schaffen. "Wir wollen etwas zum Guten bewegen", sagen die beiden Regionauten Kühl und Pfäfflin einstimmig.
Quelle: Martina Keller-Ullrich (Südkurier vom 26.06.2007)
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