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Zwei Jahre lang waren die Geschäftsführer des Konstanzer Unternehmens Seitenbau GmbH auf der Suche nach neuen Büroflächen für die stetig wachsende Firma - jetzt bauen sie selbst. Für 2,4 Millionen Euro entsteht neben dem Wasserturm ein Bürogebäude mit 1400 Quadratmeter Fläche. Beim Spatenstich am Dienstag ließen sich die Seitenbauer auch vom schlammigen Untergrund des Baugrunds nicht irritieren. Im Wirtschaftspark Stromeyersdorf, direkt neben dem Wasserturm und dem Biergarten der Bleiche entsteht ein 1400 Quadratmeter großer Neubau für bis zu 70 Mitarbeiter des Konstanzer Unternehmens. Etwa 2,4 Millionen Euro sind für das Bürogebäude veranschlagt, eine enorme Summe für ein Unternehmen mit einem Umsatz von drei Millionen Euro. Die Finanzierung stehe jedoch auf soliden Beinen. "Wir haben das sehr genau durchgerechnet", sagte Jan Bauer, einer der fünf Geschäftsführer der jungen Firma. Und warum kein Umzug in ein Industriegebiet in der weiteren Umgebung oder ins benachbarte Ausland? "Das liegt an unserer Verbundenheit mit Konstanz", gestand Sebastian Roller. "Wir haben 1996 im Technologiezentrum Konstanz klein angefangen, Rainer Meschenmoser ist so etwas wie unser Ziehvater. Die Wirtschaftsförderung der Stadt hat uns dann bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten tatkräftig unterstützt." Solche Sätze hört natürlich auch Oberbürgermeister Horst Frank gerne. Konstanz positioniere sich durch Firmen wie Seitenbau. "Bleiben Sie hier und tragen Sie Ihren Namen und den Namen Konstanz in die weite Welt", wünschte er der versammelten Belegschaft des Unternehmens. Für weitere Ideen sei auch der Biergarten nicht weit, betonte Frank in einer Anspielung auf den Gründungsmythos des Unternehmens. Im Münchner Biergarten Bratwurstfriedl haben die Seitenbau-Gründer seinerzeit nach einem Namen für ihre Agentur gesucht. Im neuen, zweieinhalb Stockwerke hohen Bürogebäude wird auch die 100-prozentige Seitenbau-Tochter Laut AG einziehen. An die Zukunft ist bei der Planung ebenfalls gedacht worden: Im Süden des Grundstücks steht noch eine Optionsfläche zur Verfügung. Architekten des Bauvorhabens sind die Konstanzer LGS Architekten, die größtenteils mit Handwerkern und Unternehmen aus der Region zusammenarbeiten. Der architektonische Fokus liegt dabei auf großen Glasflächen für einen ungetrübten Blick auf den Seerhein. Anfang 2009 soll das Bürogebäude fertig sein und der Umzug von der Robert-Gerwig-Straße in das neue Domizil in Angriff genommen werden. Quelle: Anja Arning / SÜDKURIER vom 24.01.2008
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