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Ecocamping hat seine Stellung als Berater für umweltbewusstes Handeln auf Campinganlagen weiter ausgebaut: Die Konstanzer Initiative erhielt auf Vorschlag von Caravan- und Touristikjournalisten als erster Verein die in Fachkreisen anerkannte Auszeichnung "Meilenstein". Ecocamping hat schon vor zehn Jahren in der Campingbranche die Initialzündung für einen umweltbewussteren Umgang der Unternehmen gegeben. Das Konzept ging auf. Heute ist der Konstanzer Verein mit seiner Hilfestellung gefragt. Dessen Mitarbeiter untersuchen Campingplätze auf deren umweltbewusstes Handeln und geben Optimierungsvorschläge. Grundlage ist das höchste europäische Umweltmanagementsystem (EMAS). Wer das als Campingplatz nachhaltig verfolgt, erhält von Ecocamping ein Prädikat. Das zeigt den Campern sofort, dass auf der betreffenden Anlage umweltbewusst gewirtschaftet und gehandelt wird. Bisher hat der Konstanzer Verein Auszeichnungen vergeben, während der derzeit laufenden Essener Messe "Reisen/Camping 2008" hat er nun selbst einen Preis erhalten: Dabei handelt es sich um den "Meilenstein", der von Caravan- und Touristikjournalisten (CTJ) einmal im Jahr vergeben wird. 2007 hatte Mecklenburg-Vorpommern als erstes Bundesland den Meilenstein erhalten. "Wir haben derzeit eine Kandidatenliste mit 35 Bewerbern", sagte gestern Carina Dambacher von Ecocamping. Das heißt: So viele Campinganlagen haben beim Konstanzer Verein um Hilfe beim Umwelt- und Qualitätsmanagement angefragt. Sie kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich und der Schweiz. Insgesamt tragen derzeit 166 Campingunternehmen die Ecocamping-Auszeichnung und bilden damit das größte europäische Netzwerk für nachhaltigen Campingtourismus. Damit hat sich dieser Zweig weiterentwickelt und geht mit der Zeit. Denn längst sind Campingplätze mehr als nur grüne Wiesen als Stellflächen für Zelte, Wohnwagen und Reisemobile. Moderne Anlagen sind mit Clubs vergleichbar, wie sie von anderen Urlaubsformen her bekannt sind. Der Gast hat den Wunsch nach umfangreicher Ausstattung und ist offen gegenüber ökologisch hohen Standards. Und mit einem Umweltsiegel werben zu können, steigert für die Campingplatzbetreiber den Werbefaktor. Die Berater von Ecocamping nehmen bei Campingplätzen nicht nur den Umweltschutz unter die Lupe, sondern auch die Barrierefreiheit, Qualität und Sicherheit. Wie wichtig diese Anliegen der Campingbranche sind, zeigt die Mitgliederliste des Konstanzer Vereins: Fast alle Landesorganisationen der Campingwirtschaft und der Bundesverband BVCD, der Deutsche Campingclub, der Caravaning Industrie Verband, der Deutsche Caravaning Handels Verband sowie zahlreiche Medienpartner wie der ADAC oder ECC unterstützen Ecocamping. Mit im Boot sind auch Umweltorganisationen wie die Deutsche Umwelthilfe, die Bodensee-Stiftung oder der Global Nature Fund. Sechs hauptamtliche Mitarbeiter hat der Verein derzeit. Fördermittel erhält die Konstanzer Initiative von der EU sowie von Beiträgen der Mitgliedsunternehmen. Sie alle unterstützen das umweltbewusste Campieren. Dessen Stellenwert unterstrich Hans-Jürgen Hess, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Caravaning- und Touristikjournalisten: "Camping findet in der Natur statt. Deshalb muss die Natur erhalten werden, um diese Urlaubsform auch in Zukunft zu ermöglichen." Quelle: Philipp Zieger / SÜDKURIER vom 08.02.2008
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