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Aktuelles

06.09.2010   -„Eine gute Entscheidung“

Auf einen Kaffee mit: Stefan Stieglat, dem Leiter des Technologiezentrums Konstanz. Ein Gespräch über 25 Jahre Existenzförderung.


Herr Stieglat, Sie sind Leiter des Technologiezentrums Konstanz, was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?

Der Job ist sehr abwechslungsreich. Es gibt 35 Mieter im Haus, die zu betreuen sind und unterschiedlichste Anforderungen haben. Außerdem habe ich mit Interessenten und Auszüglern zu tun.

Zurzeit stecken wir mitten in den Vorbereitungen für die 25-Jahr-Feier des TZK am 24. September. Es wird einen Tag der offenen Tür geben mit zahlreichen Vorträgen und Führungen durchs Haus. Für das Jubiläum geht es natürlich ganz besonders auch darum, das Haus in Schuss zu bringen.

Wie kommt man zu so einem Job?

Ich arbeite hauptberuflich bei der Wirtschaftsförderung, was ein relativ verwandtes Gebiet ist. Insofern bot es sich an, die beiden Jobs zu verbinden. TZK und Wirtschaftsförderung arbeiten eng zusammen und
unterstützen sich gegenseitig – das funktioniert ausgesprochen gut.

Was haben Sie gemacht, bevor Sie zur Wirtschaftsförderung der Stadt gekommen sind?

Ich war schon Wirtschaftsförderer in anderen Städten: in Rheinfelden bei Basel und im Frankfurter Raum. Außerdem habe ich auch schon im Bereich Hochschulverwaltung gearbeitet. Davor war ich allerdings in
Konstanz – ich habe hier Verwaltungswissenschaften studiert und war einige Jahre als Werkstudent beim Stadtmarketing.

Das Technologiezentrum ist, um es mal etwas salopp zu sagen, ein Ort für zarte Pflänzchen. Sind da besondere Kenntnisse gefragt?

Ein Ort für zarte Pflänzchen?

Junge Unternehmen, die man pflegen muss, wo man schauen muss, wie man diese flügge machen kann.

Ja, es gibt tatsächlich das eine oder andere junge Unternehmen, das noch ein bisschen mehr an die Hand genommen werden will. Nicht jeder ist sofort der gestandene Unternehmertyp. Da sind andere Fähigkeiten gefragt als wenn ich jetzt Leiter eines normalen Gewerbeparks wäre, wo eher etablierte Unternehmen einziehen. Abgesehen davon ist natürlich das Umfeld mit Gleichgesinnten förderlich.

Konkrete Frage: Warum ist das Technologiezentrum wichtig für Konstanz?

Das Technologiezentrum ist im Dreiklang Ansiedlung-Bestandspflege-Existenzgründung ein wichtiger Teil des Wirtschaftsstandorts in Konstanz. Im Bereich Existenzgründung sind wir eine zentrale Einrichtung. Es sind ja etliche große Firmen hier entstanden, wie Sunways, Seitenbau oder Fluid Team,
die jetzt ihre eigenen Gebäude im Gewerbegebiet haben. Eine Firma wie Sunways mit über 300 Mitarbeitern heute ist natürlich ein tolles Vorzeigebeispiel. Das zeigt, dass es vor 25 Jahren eine sehr gute
Entscheidung der verantwortlichen Personen war, das TZK zu gründen.

Werfen wir einen Blick zurück: Was hat sich im Technologiezentrum in den vergangenen 25 Jahren verändert?

Am Anfang hat der Begriff Technologie im Namen noch eine größere Rolle gespielt als heute: Am Anfang sind praktisch ausschließlich technologieorientierte Unternehmen eingezogen. Als sich die
gesamte Wirtschaft mehr in Richtung Dienstleistungsgewerbe orientiert hatte, entschied man, neben den technologieorientierten Gründungen auch neue unternehmensnahe Dienstleistungen zu fördern, die den
Synergieeffekten im Haus förderlich sind. So etwas wie Kommunikations-agenturen zum Beispiel sind Unternehmen, die höchstwahrscheinlich in den 80er Jahren nicht aufgenommen worden wären.
Heutzutage passen sie sehr gut in das Portfolio des Hauses.

Haben Sie denn Probleme Ihre Räume hier vollzubekommen?

Nein. Wir haben zwar immer Räume frei, aber das Haus war stets sehr gut belegt. Auch aktuell sind wir zu rund 90 Prozent ausgelastet. Trotz der Wirtschaftskrise. Tatsächlich hat in der Zeit der Wirtschaftskrise
die Nachfrage eher zugenommen. Vielleicht, weil manch einer denkt, dass das, was man als Angestellter tut, man ja eigentlich auch als Selbständiger anbieten könnte.

Wenn Sie als Leiter des Technologiezentrums einen Wunsch frei hätten, was wäre das?

Einen Wunsch erfüllen wir uns gerade selber – das ist ein neuer Veranstaltungssaal, der freundlicher, heller, moderner ist. Mit dem können wir in Zukunft mehr anfangen als mit dem bisherigen.

Fragen: Jörg-Peter Rau/ Südkurier Medienhaus